Denklichter

Die Taskforce und das Mädchenbuffet

0302.06

Gemeinsam mit einigen Freunden ritt ich spät Abends zurück zu unserer Herberge. Einer von uns verabschiedete sich, weil er noch kurz einen Absteher zu einem abgelegenen Haus machen wollte und ich blickte seiner Kutsche lange nach.  In der Herberge wollte ein Uniformierter, der merkwürdiger Weise sein Pferd mit in den Wohnraum genommen hatte partout nicht absteigen und war dann im Begriff mich mit seinem Degen herausfordern. Er war schon abgestiegen (oder ich hatte ihn vom Pferd gezerrt) als plötzlich eine Truppe schwarz uniormierter junger Typen, ja sogar Kinder in den Raum eindrangen und uns bedrohten und in die Ecke trieben. …

Es war die "Task Force" des totalitären Regimes, in dessen Land wir gerade zur Zeit "zu Gast" waren. Ein bunter Haufen, teilweise sogar Kinder, genetisch extrem manipulierter Wesen, die nun an uns siegesbewußt ihre Fähigkeiten demonstrieren wollten.

Ein ganz besonders forscher Typ mit Dreitagebart und schwarzem Catsuit, etwa in meinem Alter, griff mich mit einem ziemlich dämlichen Grinsen im Gesicht an und schaute dann noch verdutzer, als ich ihn mit einem Gedanken gegen die Wand fliegen ließ. Als mich dann alle angriffen fegte ich alle mit einer Druckwelle gegen die Wände und zerbarst damit die Glasscheiben, was die dahinter wartenden Soldaten in panischer Angst alle ihre roten Lasersucher auf ihren automatischen Waffen auf mich schwenken ließen. Die "Task Force" verzog sich und verschloß die Türe wieder von außen. Kurz darauf ging sie wieder auf und ein Freund von uns stand grinsend da und deutete auf sein Terminal in seinen Händen, mit dem er die Elektonik der Tür geknackt hätte. Er sagte mit einem Blick auf die nun ganz freundlich blickenden Soldaten: "Ein Glück das diese Kerle hier alle programmierbar sind", und zu einem Soldaten: "Danke Bruder". Wir folgten ihm durch die Anlage und gelangten zu einer art Kantine. Dort saßen junge Frauen aufgereiht auf lange Sitzbänken. Jede Bankreihe hatte eine Beschriftung. Auf der hinteren Reihe saßen die "Cheerleader"-Frauen, einheitlich gekleidet, allle mit dem gleichen nichtssagenden Lächeln. Alle Männer in der Kantine schienen auf die Reihe ganz besonders abzufahren. In der Bankreihe weiter bei uns saßen die Frauen mit dem Schild "weniger empfehlenswert" über ihren Köpfen. Es waren die weniger angepassten, die rebellischen Frauen mit eigenem Geist. Wir forderten zwei davon auf mit uns zu kommen, doch eine hatte offenbar Angst vor Ablehnung. Sie meinte mit entäuscht abgewandter Miene, dass wir doch eh alle gleich wären. Wir nahmen sie nicht mit. Schade eigentlich.

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